Florian Noack, geboren 1962 in Frankfurt/Main, deutsch–französischer Abstammung, lebt seit über 35 Jahren in Hamburg als freiberuflicher Musiker, Konzertpianist, Gambist, Komponist, Arrangeur und Privatdozent. Außerdem arbeitet er als Coach im künstlerischen Bereich und als Heilpraktiker für psychodynamische und körperorientierte Psychotherapie mit Einbindung von Musik, Bewegung und Meditation.

 

Von seinem Vater in die Alte Musik eingeführt, führten ihn mit 11 Jahren die ersten Tourneen mit dem Gambenconsort Rainer Noack durch die Bundesrepublik und Italien. Er studierte an der Frankfurter Musikhochschule Orgel, Klavier, Liedbegleitung und Musikpädagogik mit dem Masterabschluß. Entscheidende musik-phänomenologische Impulse bekam er von seinem Mentor Sergiu Celibidache. In Hamburg erwarteten ihn vielfältige Tätigkeiten: als Pianisten, u.a. bei den Hamburger Symphonikern und in der Chanson-, Kabarett- und Theaterszene (Das Schiff, Hamburg mit Eberhard Möbius, Aufnahmen mit dem Schauspieler Jens Wawrzceck), als Arrangeur und Autor von Bühnenmusiken u.a. am Theater für Kinder, Altona und der Landesbühne, Hannover.

 

Florian Noack ist ein geschätzter Klavierbegleiter und Kammermusikpartner. Zur Zeit arbeitet er mit dem musik-literarischen Ensemble LINGUA CANTAT an zwei Projekten: "Christian Morgenstern" und "Anfang und Aufbruch". Zugleich tritt er mit der Viola da Gamba als Solist (Bach-Passionen, Soloabende) und im Consort auf.

 

Er leitet regelmässig Workshops in experimenteller Gruppenimprovisation und bindet diese performative Kunstform prozessbegleitend im Rahmen von Kongressen und Tagungen ein. Im Sinne eines Dolmetschers von Wort in Musik, als Impulsgeber künstlerische Kontrapunkte zum Kognitiven setzend, arbeitet er eng mit Prof. Dr. Barbara von Meibom, CommUnio-Institut Berlin, und Heiner Max Alberti, Lübeck, zusammen.

 

Mehrere Reisen führten ihn nach Marokko, Indien und Thailand, wo er in Klöstern und Meditationszentren vor allem die Vipassana-Meditation (Einsichtsmeditation) vertiefen konnte. Neben seiner Tätigkeit als Musiker und Meditationslehrer widmet er sich seiner Praxis für Psychotherapie in Hamburg und in der PraxisGemeinschaft Meesenring in Lübeck.

Florian Noacks Bestreben ist es einerseits, die klassische Musik in Gesprächskonzerten einem breiten Publikum nahe zu bringen, sie epochenübergreifend mit anderen Musikstilen oder Kunstformen zu verbinden und andererseits den Künstlerbegriff auszuweiten, um auch Laien zu ermutigen, mit Musik kreativ umzugehen. Dafür entwickelte er in kirchlichen Räumen die Form der Klang-Meditation mit Beteiligung des Publikums und Künstlern der bildenden und darstellenden Kunst.

 

Ein weiteres Steckenpferd ist der Versuch, die Kunst des Übens und des Umgangs mit klassicher Musik phänomenologisch transparent zu machen. Dieser erlebnis-orinetierter Forschungsansatz wie auch sein psychotherapeutisch und physiologisch geschulter Blick machen ihn zu einem ganzheitlich arbeitenden Coach für Berufsmusiker*innen.